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Hochzeitsmesse: Von A wie Antrag bis Z wie Zeremonie

Über 40 Aussteller und andere interessante Programmpunkte bei der 19. Auflage in der Stadthalle

Gütersloh. Wenn sich ein Paar das Ja-Wort geben möchte, ist es mit dem Gang zum Standesamt nicht getan. Eine Hochzeit soll etwas Besonderes sein und den Vermählten ebenso wie den Gästen ewig in Erinnerung bleiben.Wie das gelingt, zeigt die 19. Auflage der Hochzeitmesse, bei der sich am 30. und 31. Januar über 40 Aussteller in der Stadthalle ein Stelldichein geben. Verliebte, die den Lebensweg fortan gemeinsam gehen möchten, erfahren dort von A wie Antrag bis Z wie Zeremonie alles Wissenswerte über den schönsten Tag im Leben.

Als die erste Hochzeitmesse in Gütersloh stattfand, waren derartige Events noch eine Rarität, weiß Norbert Morkes vom Veranstalter Fotostudio Susanne Clemens: "Heute jedoch gibt es sie wie Sand am Meer. Da ist es erstaunlich, dass wir die Messe nun zum 19. Mal ausrichten können." So überraschend ist dies vielleicht aber doch nicht, denn Morkes und seine Mitstreiter haben einmal mehr ein attraktives Programm auf die Beine gestellt.

Als neuer Partner und Mitveranstalter wurde das Tanz- und Gesellschaftshaus Stüwe-Weissenberg gewonnen, das nicht nur mit einem Stand vertreten ist, sondern den Besuchern auch Einblicke in die Welt des Tanzes gibt: Festlich gekleidete Paare demonstrieren die Kunst des Wiener Walzers - seit jeher ein Klassiker jeder Hochzeitsfeier.

Als Urgestein der Hochzeitsmesse darf sich Christiane Heitmann bezeichnen, die mit ihrem Unternehmen "Balloonia" zum 19. Mal beweist, wie gelungene Ballon-Arrangements eine Feier aufwerten. Die Gütersloherin ist eine echte Expertin auf ihrem Gebiet, nahm sie doch bereits an zahlreichen Wettbewerben professioneller Ballondesigner teil und gewann mehrere Goldmedaillen für Deutschland.

Im kommenden April stellt sie ihr Können bei den Weltmeisterschaften in New Orleans unter Beweis. Nicht weniger als 21 Models werden bei Modenschauen von "Passion Braut- und Abendmoden" an beiden Tagen um 15.30 Uhr festliche Brautkleidung präsentieren. Doch damit nicht genug, sagt Inhaberin Nisane Sümer: "Die Besucher erwartet eine Überraschung."

Außerdem können Paare ihre Trauringe bei Goldschmied Klaus Rünger selbst schmieden, bei Andrea Gawlik von der "Body und Wellness Lounge" alles zum Thema Schönheit oder auch zum Thema Wegfrieren von Fettzellen erfahren, sich beim Stand des Hotels Sonne über gelungene Tischdekorationen informieren oder sich vom Fotostudio Clemens beraten lassen, wie der Tag der Tage gebührend in Bildern festgehalten werden kann.

 

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Copyright © Neue Westfälische 2016

Denn für Nisane Sümer stellt der Brautkleid-Kauf auch im 21. Jahrhundert noch etwas ganz Besonderes dar: "Wie in allen Kulturen sind die Ehemänner auch hier nicht dabei. Sie dürfen das Kleid erst zur Hochzeit sehen." Begleitet werden die Bräute meist von der Mutter, der Schwester, den Freundinnen. Wenngleich für einige Vertreter des männlichen Geschlechts schwer nachvollziehbar, so gilt der Erwerb eines Traums in Weiß für viele Frauen noch immer als ein überaus emotionaler Moment. "Wenn die Braut in ihrem neuen Kleid aus dem Umkleideraum kommt und den Laufsteg entlanggeht, dann fließen oft Tränen der Freude. Vor allem bei den Müttern."

 

Allerdings sei die erste Wahl meist noch nicht die richtige: "In der Regel wird das dritte Kleid, das die Frau anprobiert, genommen." Ist es so weit, wird mit einem Gläschen Sekt standesgemäß angestoßen - obwohl die eigentliche Hochzeitsfeier ja noch ansteht. Denn einen Fehler beim Kauf des Kleides für den Tag der Tage würden sich viele Frauen nie verzeihen: "Auch 20 Jahre später denkt man noch an seinen Hochzeitstag zurück. Und hätte man dabei im Hinterkopf, das falsche Kleid getragen zu haben - das wäre fürchterlich." Nisane Sümer kann sich an mehrere gefühlsbetonte Begebenheiten erinnern, die sich in ihrem ehemaligen Geschäft ereigneten.

 

Da gab es die alte Dame, die einfach mal in den Laden kam, um sich eine junge Frau in Weiß anzuschauen. "Sie war ganz begeistert", erzählt die Inhaberin, "und sagte glücklich: 'So sah ich früher auch aus'." Nicht vergessen wird die 40-Jährige auch die junge Amerikanerin aus Köln, die aufgrund zahlreicher Verspätungen der Bahn mehrere Stunden brauchte, ehe sie mit dem Zug in Gütersloh angekommen war. Hier kaufte sie dann einen pinkfarbenen Traum, um bei ihrer "Sweet-16-Party", einer in den USA beliebten Feier, der Blickfang zu sein. Und bereute letztlich keine Minute, die sie im Zug verbracht hatte.

 

Bei der Abendgarderobe machen inzwischen Abiturientinnen einen großen Teil der Kundschaft aus. Für den Abi-ball darf es nicht festlich genug und bei der Kleiderauswahl ausnahmsweise auch der Papa mit dabei sein. "Denn die Väter sind dann so stolz auf ihre Töchter", berichtet Nisane Sümer, "dass sie ihnen jeden Wunsch erfüllen."

 

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Fotos © MICHAEL SCHUH